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SPD stellt neue Oberbürgermeisterin
Stühlerücken in Gießen: Bei der Oberbürgermeisterwahl am Sonntag hat sich die SPD-Kandidatin Dietlind Grabe-Bolz nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Amtsinhaber Heinz-Peter Haumann (CDU) durchsetzen können.
Für die 51 Jahre alte Pädagogin stimmten 55,5 Prozent der Wähler.
Auf den 50-jährigen Amtsinhaber Haumann von der CDU, der seit 2003 Oberbürgermeister ist, entfielen 44,5 Prozent der Stimmen, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Mit Grabe-Bolz wird erstmals eine Frau das Oberbürgermeisteramt in Gießen übernehmen. Sie war als einzige Herausforderin von Haumann ins Rennen gegangen. Die Wahlbeteiligung in der Universitätsstadt mit rund 75.000 Einwohnern lag bei 43,4 Prozent.
Grabe-Bolz hatte im Wahlkampf vor allem auf eine stärkere Bürgerbeteiligung gesetzt. "Die Gießener Bürgerschaft, die sehr engagiert ist, muss eine Chance haben bei wichtigen Themen miteinbezogen zu werden", sagte die künftige Oberbürgermeisterin dem hr vor der Wahl. Sie kritisierte, dass in Gießen viele umstrittene Themen über die Köpfe von Stadtparlament und Bürgern hinweg entschieden würden.
Grabe-Bolz erklärte weiter, ihre Ziele seien Gießen familienfreundlicher zu gestalten sowie Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Eine klare Absage erteilte sie Plänen für eine weitere Privatisierung von städtischen Aufgaben, dies gehe "nur zu Lasten der Mitarbeiter".
hr-Redaktion
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